Montag, 31. August 2009

Abschied nehmen

Nach fuenf Laendern in den letzten vier Monaten geht in gut neun Stunden mein Flieger nach Hause und mein bisher groesstes Reiseabenteuer endet.
Ich habe wunderschoene Landstriche gesehen, verschiedene Kulturen kennengelernt sowie die unterschiedlichsten Kuechen Suedostasiens genossen. Doch am meisten werden wir wohl die Menschen in Erinnerung bleiben, die ich getroffen habe, woraus auch einige Freundschaften entstanden sind.

Neben der Freude auf Freundin, Freunde und Familie macht sich auch ein wenig Wehmut breit (vor allem wenn ich an das Ref in zwei Wochen denke). Ich brauch wohl nicht zu erwaehnen, dass die letzten Wochen absolut genial waren.
Ich moechte mich noch bei jedem bedanken, der meinen Trip auf dieser Seite verfolgt hat. Hoffentlich konnte ich ein paar der Eindruecke die ich gesammelt habe einigermassen widerspiegeln und Euch so ein bisschen an meiner Reise teilhaben lassen.

Der Blog wird weiterhin existieren und wenn ich zu Hause "angekommen" bin (was ne Zeit dauern kann...) gibts auch noch ein "Best of" an Bildern.
So, jetzt gehts noch einmal durch Bangkok, die letzten Besorgungen machen, bevor mich mein Taxi zum Airport bringt.
Ich freu mich schon darauf viele von Euch in den naechsten Tagen zu treffen und bei einem Bierchen ueber die Geschehnisse der letzten vier Monaten in der Heimat zu plaudern.
Bis dahin: gehabts Euch wohl und letzte Gruesse aus SOA!!!

Hoefbert

Donnerstag, 27. August 2009

Ein Berg und (zu) viel Wasser

Da die Internetverbindungen (falls ueberhaupt vorhanden) auf Lombok eher bescheiden waren, gibts mal wieder einen laengeren Post ueber die letzten 9 Tage.

Gunung Rinjani

Eigentlich hatte ich fuer die zwoelf Tage auf Lombok nur Chillen und Beach geplant, es sind ja immerhin die letzten meines Trips. Daher kam der Rinjani fuer mich eigentlich nicht in Frage. Schliesslich hab ich mich vom den Jungs dann doch ueberreden lassen (Gruppenzwang) und die 2-taegige Tour gebucht.
Die Zahlen sprechen fuer sich: Mit 3.726 Meter ist er der zweithöchste Vulkan des Landes. In seinem maechtigen Krater (6 x 8,5 km) befindet sich der 230 Meter tiefe See Segara Anak. Ausserdem hat sich im See ein zweiter Schlot gebildet, der immer noch aktiv ist. Der letzte Ausbruch war im Mai diesen Jahres und seitdem spuckt der Vulkan regelmaessig Lava aus.
Dies ist der Grund, warum wir leider nicht bis zum Gipfel gelangen konnten und uns mit dem Blick vom ca. 2700 Metern hohem Kraterrand "begnuegen" mussten.


Krater des Rinjani

Der Aufstieg begann morgens gegen 9.30 Uhr am Eingang des Nationalparks, in dem der Rinjani liegt, auf knapp 600 Hoehenmetern. Die ersten Stunden stellten sich als weniger anstrengend heraus, als ich dachte. Schien doch ein eher gemuetlicher Wandertrip zu werden. Weit gefehlt, denn die letzten 1,5 km entpuppten sich als echter Haertetest. Der Berg wurde zunehmend steiler und der Boden immer staubiger, was ein schnelles Vorankommen verhinderte. Nach sechs Stunden haben wir es dann endlich zum Kraterrand geschafft, wo wir unser Nachtlager aufschlugen und einen fantastischen Blick ueber eine atemberaubende Naturlandschaft geniessen konnten.


Abendsonne

Kuta - Anders als gedacht

Nach einer bitterkalten Nacht und einem flotten Abstieg gings fuer uns in den Sueden Lomboks, nach Kuta. Hierfuer hatten wir im Vorraus schon den Transport und zwei Uebernachtungen in einem Hotel gebucht, was mir eigentlich widerstrebt, aber wir hatten einen triftigen Grund: Der Touristenansturm ist dieses Jahr so gross wie nie zuvor und wir wollten nicht riskieren abends anzukommen und noch hundemuede ein Hotel suchen zu muessen. Natuerlich lief aber wieder mal alles anders als geplant. Die Reiseagentur in Sengigi hatte geschlampt und somit ist unsere Reservierung fuer das Hotelzimmer verfallen, obwohl wir im Voraus bezahlt hatten. Natuerlich bekamen wir unser Geld zurueck, aber der Fahrer hatte einen zu geringen Betrag von seinem Boss bekommen. Nach einiger Ueberredungskunst zahlte er uns dann die fehlenden zehn Euro aus "eigener Tasche", na klar...
Der Plan in Kuta viel zu surfen hatte sich fuer mich dann am ersten Tag auch gleich erledigt. Die Wellen in der Krupuk Bucht waren einfach zu stark fuer mein begrenztes Koennen und so wurde ich zwei mal richtig derb gespuelt. Als ich schliesslich auch noch mein Board verlor (hab es zum Glueck wieder gefunden) und nur mit groester Anstrengung zu unserem Boot zurueckkam, beschloss ich es die naechsten Tage mit Chillen am Strand zu belassen. Dafuer ist Kuta auch bestens geeignet, denn an der Kuestenstrasse liegen mehrere traumhafte Buchten, die zudem noch fast menschenleer sind.


Mauwun Beach

Back to Bali - Beginn der Heimreise

Nach sechs erholsamen Tagen ging es dann gestern Nacht fuer Stephan und mich mit der Faehre zurueck nach Bali. Auf der Ueberfahrt wurden wir von Delphinen begleitet, die fliegende Fische jagten, einfach nur abgefahren!
In der ersten Minute, in der wir heute in Kuta (Bali) ankamen, uns zwischen Strassenverkaeufern und dutzenden Rollern durchkaempfen mussten, vermisste ich schon die Ruhe und Gelassenheit Lomboks.
In zwei Tagen geht es dann weiter ueber Kuala Lumpur nach Bangkok, wo ich die letzten Tage meines SOA-Trips verbringen werde.

Bilder der letzten Tage gibt es hier!

Samstag, 15. August 2009

On the road again!

So oder so aehnlich lautete das Motto der letzten vier Tage. Wie bereits geschrieben gings zunaechst mit dem Roller von Kuta nach Ubut, wo wir eine Nacht blieben und uns ausfuehrlich mit dem Thema Shopping auseinandersetzten...

Am zweiten Tag brachen wir dann nachmittags auf um nach Amed zu gelangen. Allerdings machte uns die Nacht einen Strich durch die Rechnung und wir hielten in Padang Bai, um dort unser Lager aufzuschlagen. Daraus wurde allerdings nichts, denn dank Hochsaison waren alle Hotels ausgebucht. Also weiter in den naechsten Ort, Candidasa, wo wir endlich eine Bleibe fanden.
Nach dem Fruehstueck am naechsten Morgen gings dann auf einer kurvenreichen Strecke schliesslich doch noch nach Amed im Nordosten Balis. Die Fahrt war einfach phantastisch! Die Strasse war gesaeumt von Reisfeldern und man konnte wunderbar dahincruisen.
Unterwegs besuchten wir ausserdem einen Tempel, der von Affen bevoelkert wurde. Die Viecher stellten sich als relativ aggressiv heraus, denn sie nutzten jede Unachtsamkeit unserer seits um uns zu attackieren. Allerdings haben wir es geschafft sie uns mit Drohgebaerden vom Hals zu halten.

Nachmittags kamen wir dann in Amed an und wie zuvor in Padang Bai und Ubut hatten wir Schwierigkeiten eine Unterkunft zu finden. Letzendlich siand wir in einem sehr komfortablen (aber auch teuren) Bungalow abgestiegen, in dem Stepahan und ich die Honeymoon-Suite belegten (ich sag nur Blumen auf dem Bett...).
Der letzte Abschnitt des Trips (von Amed ueber die Ostkueste nach Kuta) war gleichzeitig auch der laengste und anstrengenste. Voll konzentriert ging es durch Haarnadelkurven und Senken an der Kueste entalanag. Dabei passierten wir einige Doerfer, in denen die Kids auf die Strasse rannten und sich abklatschen liessen. Einfach nur geil!

Zueruck in Kuta bezogen wir wieder unser altes Hotel und dann war es schliesslich so weit, der Schnorres kam ab!Grund dafuer war, dass der Gute Pornobalken als Sunblocker fungierte, was meinem Teint nicht sonderlich bekam.

Seit gestern sind wir nun auf Lombok. Als wir hier ankamen dachte ich nur: Scheisse ist das voll! Die absolute Hauptsaisonshoelle! Kuta aund die Gillis sind total ausgebucht, weshalb wir erstmal nach Sengigi fuhren um die Lage zu checken. Das sollte sich fuer uns als absoluter Gluecksgriff herausstellen, denn wir haben wohl die abgefahrenste Unterkunft meiner ganzen Travellerlaufbahn bezogen. Hier die Eckdaten: 5 (Doppel)Schlafzimmer, offene Kueche, Wohnzimmer mit TV & DVD und mehreren Sofas, Bar sowie ein Swimmingpool(!!!) mit Bar. Das alles fuer gerade mal 5.50Euronen pro Nacht und Person. Da kann man wohl nicht meckern...

Wir werden wohl noch ein paar Tage hier bleiben und die Zeit mit Surfen verbringen bevor wir uns entscheiden wie es in der letzten Woche meines Trips weitergeht.
Wollte in den Text eigentlich Bilder einfuegen, ist aber gerade irgendwie nicht moeglich. Deshalb gibts neue Bilder auf meinem Fotostream!

Dienstag, 11. August 2009

Von Yogya nach Bali

Solo - Die Chiuhoelle

In Yogya brauchten wir noch eine Nacht um uns von den Merapi-Strapazen zu erholen, aber am naechsten Tag gings ab nach Solo. Dort waren wir mit Sandra und Yopi (kennengelernt in Georgetown)verabredet, die beide in Deutschland studiert haben und in Heidelberg leben. Solo ist wohl der am wenigsten touristische Ort, an dem ich mich seit langem aufgehalten habe. Man laeuft ewig durch die Strassen, bis man mal einen Farang trifft.
Dort haben wir zwei tolle Naechte verbracht, in denen uns beidemals viel zu viel Chiu (ne Art Zuckerrohrschnapps) vorgesetzt wurde. Auf Java wird Livemusik ganz gross geschrieben, weshalb wir am zweiten Abend ein Konzert von Yopis Freunden besuchten. Stephan und ich liessen es uns natuerlich nicht nehmen mit der Band zwei Songs zum Besten zu geben.
Auch tagsueber war einiges geboten. Nach einer Tanzauffuehrung im javanesischen Stil ging es zum Pasar Klewer, einerm Markt, der sich am besten als totaler Batik-Overkill bezeichnen laesst. Nach harten Verhandlungen mit einer Schar kichernder Verkaueferinnen konnten wir doch einige Souvenirs erstehen. Zur Erholung gab es anschliessend eine Shia Tsu Massage., bei der groessenteils mit den Fuessen massiert wird. Die Damen trampeln quasi auf einem herum und bohren ihre Zehen in die Muskeln der Kunden. Ich hatte kurz ueberlegt und mich dann doch fuer eine harte Behandlung entschieden, was im Nachhinein aber egal war, denn obwohl Beau (ja, der Kanadier ist immer noch dabei) eine "medium" gewuenscht hatten wurden sie ebenso hart herangenommen wie ich.

Mission gescheitert - Bali mach uff!

Das in Asien oftmals nicht alles nach Plan laueft, haben wir am letzten Tag in Solo erfahren. Eigentlich war geplant, dass Stephan und ich mit dem Zug Richtung Mt. Bromo fahren, um unseren zweiten Vulkan innerhalb einer Woche zu besteigen. Allerdings waren alle Zuege bereits ueberfuellt. Die Alternative Bus mussten wir aus dem gleichen Grund streichen. Somit blieb uns nichts anderes uebrig als direktv nach Bali aufzubrechen, was an sich nicht schlecht ist, denn so war es moeglich noch ein paar Tage mit Beau abzuhaengen.
Nach 16 Stunden Busfahrt sind wir dann schliesslich hundemuede in Kuta angekommen und haben uns nach der Hotelsuche erstmal an den Strand gelegt und ein Bierchen im Sonnenuntergang genossen.


Sunset am Kutabeach


Am naechsten Tag hiess es dann fuer mich zum ersten mal rauf aufs Surfboard! Nach zig erfolglosen Versuchen schafften Stephan und ich es doch ein paar mal wenige Meter auf ner Welle zu reiten, was echt ein wahnsinns Gefuehl ist. Wird in Zukunft bestimmt noch einige male wiederholt... Das Highlight des Tages war natuerlich die Ankunft von Matze und Leon, die dank Air Asia aber erst nachts um halb zwei (2,5 h Verspaetung) angekommen sind. Zusammen mit Elyana, einer balinesichen Freundein von Beau, sassen wir aber trotzdem noch bis fast zum Morgengrauen vor unserem Bungalow und haben ein paar Bintang gezischt.
Erstmal auschlafen war am folgenden Tag angesagt, weshalb wir es spaet nachmittags an den Beach schafften, wo wir uns noch fuer die kommende Nacht ausruhen mussten, denn der naechste Besuch stand an: Tobi, mit dem wir schon in Thailand einige Wochen verbracht hatten schaffte es trotz verpassten Flug doch noch nach Indonesien. Zu sechst wurde dann die Nacht zum Tag gemacht und durch die Strassen von Kuta gezogen.


Maennerbande

Trotz Kater machten wir uns tagsdarauf auf zum Semaniak Beach um dort noch ein wenig zu surfen, bevor Stephan, Beau und ich die Stadt am naechsten Tag gen Norbali verlassen werden.

On the road again

Mit gemieteten Rollern und der Unterstuetzung von Elyana machten wir uns auf den Weg nach Ubud. Der Verkehr auf der Strecke war teilweise extrem chaotisch und wir waren froh, als wir endlich die zwischen Reisfeldern gelegene Stadt in Zentralbali erreicht hatten.
Nach einem absolut grandiosem Mittagessen (Babi Guleng - balinesisches Spanferkel) und dem Besuch auf dem lokalen Markt schlenderten wir eine ganze Weile durch sattgruene Reisfelder. Der wunderbare Ausblick und die friedliche Stille dort laden einfach nur zum Traeumen ein.


Schufften im Reisfeld

Heute abend geht es noch auf eine traditionelle balinesische Tanzauffuehrung, bevor wir morgen an die Nordkueste nach Singaraja aufbrechen.

Dank Matze hab ich eine neue alte Bekannte wieder: er hat mir die auf Ebay ersteigerte Kamera mitgebracht, das gleiche Modell, dass mir in Ton Sai abhanden gekommen ist. Hier gibt es erste Bilder mit dem neuen Baby!

Montag, 3. August 2009

Absolut lohnenswert!

Gestern nacht ging es fuer uns wie schon berichtet auf den Gunung Merapi. Um 22 Uhr wurden wir zwei Stunden mit dem Bus in ein Bergdorf am Vulkan gekarrt. Dort Gab es eine kleine Staerkung und um ein Uhr machten wir uns mit Taschenlampen bewaffnet an den Aufstieg.
Die erste Haelfte zeichnete sich durch schmale Trails aus, die mit Asche bedeckt waren. Eine anstrengende und extrem rutschige Angelegenheit.
Die zweite Haelfte laesst sich am besten als Geroellwueste beschreiben. Mehr krabbelnd als laufend schleppten wir uns den steilen Anstieg hinauf. Unter den Fuessen brachen regelmaessig Steine weg und man musste aufpassen nicht den Abhang hinunterzurollen. Ausserdem wurde es zunehmend kaelter (ca. 5 Grad!) was auch am Wind lag, der uns mit unheimlicher Wucht um die Ohren pfiff.


Verschnaufpause

Wier waren recht schnell unterwegs und machten nach ca. 3,5 Stunden eine laengere Rast knappe zehn Minuten unter dem Gipfel. Ich zitterte am ganzen Koerper und so kam es mir sehr gelegen, dass der Untergrund sehr warm (stellenweise unertraegklich heiss) wurde. Kurz vor Sonnenaufgang machten wir uns dann auf zum Gipfel. Der Anblick der sich uns bot war einfach sagenhaft. Schaut euch einfach die Bilder an. Unbeschreiblich!


Sonnenaufgang


Gipfelstuermer

Der Abstieg stellte sich als wesentlich anstrengender heraus als der Weg nach oben, aber dank der Sonne war es wenigstens nicht mehr so bitterkalt.
Mittags kamen wir total fertig, aber gluecklich wieder in Yogyakarta an. Wo wir uns eine wohlverdiente Fussmassage goennten.

Sonntag, 2. August 2009

Letzte Station

Nach einem kurzen Flug sind Stephan und ich vor zwei Tagen Yogyakarta angekommen. Begleitet wurden wir von Bo, einem Kanadier, den wir in KL im Guesthouse getroffen haben.
Indonesien ist das fuenfte und letzte Land meines Trips und von der ersten Minute an gefiel es mir hier sehr gut. Auch wenn wir am Flughafen erstmal durch eine Maschine geschickt und von Kopf bis Fuss mit einem Desinfektionsmittel besprueht wurden, irgendwie strange. Allerdings sind die Locals hier sehr freundlich und entspannt. Es gibt hier viele Strassenmusiker bzw. Bars mit Livemusik. So haben wir es jetzt zwei mal geschafft im Cafe Bintang haengenzubleiben. Diese Bar ist mit Abstand die beste, die ich bisher in Asien besucht habe. Warum? Jeden Abend wechselnde Bands, guenstiges Bier, viele Locals und eine ausgelassene Stimmung.
Auch kulturell gibts hier einiges zu tun. So gings gestern fuer uns zum Borobudur, einer der größten buddhistischen Tempelanlagen Suedostasiens. Sie wurde zwischen 750 und 850 gebaut und ist seit 1991 UNESCO Weltkulturerbe. Insgesamt neun Stockwerke türmen sich auf der quadratischen Basis von 123 m Länge. An den Wänden der vier sich stufenartig verjüngenden Galerien befinden sich Flachreliefs in der Gesamtlänge von über fünf Kilometern, welche das Leben und Wirken Buddhas beschreiben.
Fuer heute Nacht ist die Besteigung des Merapi geplant, einem der aktivsten Vulkane des Landes. Wir brechen um 22 Uhr auf und der Aufstieg beginnt um eins heut nacht. Bin schon gespannt. Ein Bericht darueber gibts die Tage!

Greetz vom Hoefbert


Donnerstag, 30. Juli 2009

Wieder ne Grosstadt!

Was eine Anreise! Nach zwoelf Stunden Busfahrt (mit Panne und rush Hour in Kuala Lumpur) sind wir vor einer Woche in Melaka angekommen.
Ursprünglich wurde Malakka von den Chinesen als Sammel- und Umschlagplatz für Gewürze gegründet. Aufgrund seiner günstigen Lage entwickelte es sich schnell zu einem florierenden Handelshafen. Von 1511 bis 1641 stand Malakka unter portugiesischer, dann mit einigen Unterbrechungen bis 1824 unter holländischer Herrschaft. Bis zur Unabhängigkeit im Jahre 1957 gehörte die Stadt wie die gesamte malaiische Halbinsel zum britischen Kolonialreich. Von der europaeischen Herrschaft zeugen heute noch jede Menge koloniale Bauten, vor allem in der Altstadt aus holländischer Kolonialzeit rund um den roten Platz.


RoterPlatz

Neben Malayen und Indern leben auch viele Chinesen in Melaka. Sie konzentrieren sich hauptsaechlich in der chinesischen Altstadt, wo sie Restaurants, Hotels oder Souvenierlaeden betreiben.

Nach vier recht entspannten Tagen in Melaka ging es fuer uns schliesslich nach Kuala Lumpur.
Zwar ist die Stadt wesentlich kleiner als Bangkok, aber dafuer ist sie genau so laut und hektisch. Autos draengen sich zwischen riesigen Finanzgebaeuden durch die Strassen, waehrend die Fussgaenger in Chinatown das gleiche tun. Hier reiht sich Shop an Shop und Restaurant an Restaurant. Bars gibts natuerlich auch einige, was wir am Tag unserer Ankunft gleich mal ausnutzen wollten, es war Stephans Bergfest. Nachdem unser erstes 0.33er Carlsberg aber gleich mal so viel gekostet hat wie drei Mahlzeiten, haben wir auf ein alt bekanntes Gebraeu aus dem Supermarkt zurueckgegriffen. Seht selbst...


Ein Stueck Heimat

Die Wirkung des guten alten Oettingers wird einigen bekannt sein und so ist auch nicht verwunderlich, dass der Kater am naechsten Morgen eher staerker ausgepraegt war. Ausser einem Bummel durch Chinatown und das indische Viertel war an diesem Tag nicht viel mehr drin.
Dafuer gings heute in den hochmodernen Finanzdistrikt, in dem sich mehrere Malls und unzaehlige andere Hochhaeuser befinden. Das bekannteste Gebauede sind natuerlich die Petronas Twin Towers, die wir auch heute Nacht noch einmal besuchen werden. Besonders kurios war Cosmos World im Times Square, ein Vergnuegungspark mit einer Achterbahn die sich durch das halbe Einkaufszentrum schlaengelt.


Petronas Towers

Nach 19 Tagen in Malaysia gehts morgen weiter nach Indonesien. Allerdings nicht wie geplant gleich nach Bali, sondern zu erst eine Woche nach Java. Wir haben naemlich in Georgetown ein deutsch/indonesisches Paerchen kennengelernt, die uns zu sich nach Solo eingeladen haben. Das koennen wir ja nicht einfach ablehnen. Deshalb gehts morgen nach Yogyakarta.

Hier gibts wieder mal neue Bilders und auch zwei kurze Videos!