Donnerstag, 27. August 2009

Ein Berg und (zu) viel Wasser

Da die Internetverbindungen (falls ueberhaupt vorhanden) auf Lombok eher bescheiden waren, gibts mal wieder einen laengeren Post ueber die letzten 9 Tage.

Gunung Rinjani

Eigentlich hatte ich fuer die zwoelf Tage auf Lombok nur Chillen und Beach geplant, es sind ja immerhin die letzten meines Trips. Daher kam der Rinjani fuer mich eigentlich nicht in Frage. Schliesslich hab ich mich vom den Jungs dann doch ueberreden lassen (Gruppenzwang) und die 2-taegige Tour gebucht.
Die Zahlen sprechen fuer sich: Mit 3.726 Meter ist er der zweithöchste Vulkan des Landes. In seinem maechtigen Krater (6 x 8,5 km) befindet sich der 230 Meter tiefe See Segara Anak. Ausserdem hat sich im See ein zweiter Schlot gebildet, der immer noch aktiv ist. Der letzte Ausbruch war im Mai diesen Jahres und seitdem spuckt der Vulkan regelmaessig Lava aus.
Dies ist der Grund, warum wir leider nicht bis zum Gipfel gelangen konnten und uns mit dem Blick vom ca. 2700 Metern hohem Kraterrand "begnuegen" mussten.


Krater des Rinjani

Der Aufstieg begann morgens gegen 9.30 Uhr am Eingang des Nationalparks, in dem der Rinjani liegt, auf knapp 600 Hoehenmetern. Die ersten Stunden stellten sich als weniger anstrengend heraus, als ich dachte. Schien doch ein eher gemuetlicher Wandertrip zu werden. Weit gefehlt, denn die letzten 1,5 km entpuppten sich als echter Haertetest. Der Berg wurde zunehmend steiler und der Boden immer staubiger, was ein schnelles Vorankommen verhinderte. Nach sechs Stunden haben wir es dann endlich zum Kraterrand geschafft, wo wir unser Nachtlager aufschlugen und einen fantastischen Blick ueber eine atemberaubende Naturlandschaft geniessen konnten.


Abendsonne

Kuta - Anders als gedacht

Nach einer bitterkalten Nacht und einem flotten Abstieg gings fuer uns in den Sueden Lomboks, nach Kuta. Hierfuer hatten wir im Vorraus schon den Transport und zwei Uebernachtungen in einem Hotel gebucht, was mir eigentlich widerstrebt, aber wir hatten einen triftigen Grund: Der Touristenansturm ist dieses Jahr so gross wie nie zuvor und wir wollten nicht riskieren abends anzukommen und noch hundemuede ein Hotel suchen zu muessen. Natuerlich lief aber wieder mal alles anders als geplant. Die Reiseagentur in Sengigi hatte geschlampt und somit ist unsere Reservierung fuer das Hotelzimmer verfallen, obwohl wir im Voraus bezahlt hatten. Natuerlich bekamen wir unser Geld zurueck, aber der Fahrer hatte einen zu geringen Betrag von seinem Boss bekommen. Nach einiger Ueberredungskunst zahlte er uns dann die fehlenden zehn Euro aus "eigener Tasche", na klar...
Der Plan in Kuta viel zu surfen hatte sich fuer mich dann am ersten Tag auch gleich erledigt. Die Wellen in der Krupuk Bucht waren einfach zu stark fuer mein begrenztes Koennen und so wurde ich zwei mal richtig derb gespuelt. Als ich schliesslich auch noch mein Board verlor (hab es zum Glueck wieder gefunden) und nur mit groester Anstrengung zu unserem Boot zurueckkam, beschloss ich es die naechsten Tage mit Chillen am Strand zu belassen. Dafuer ist Kuta auch bestens geeignet, denn an der Kuestenstrasse liegen mehrere traumhafte Buchten, die zudem noch fast menschenleer sind.


Mauwun Beach

Back to Bali - Beginn der Heimreise

Nach sechs erholsamen Tagen ging es dann gestern Nacht fuer Stephan und mich mit der Faehre zurueck nach Bali. Auf der Ueberfahrt wurden wir von Delphinen begleitet, die fliegende Fische jagten, einfach nur abgefahren!
In der ersten Minute, in der wir heute in Kuta (Bali) ankamen, uns zwischen Strassenverkaeufern und dutzenden Rollern durchkaempfen mussten, vermisste ich schon die Ruhe und Gelassenheit Lomboks.
In zwei Tagen geht es dann weiter ueber Kuala Lumpur nach Bangkok, wo ich die letzten Tage meines SOA-Trips verbringen werde.

Bilder der letzten Tage gibt es hier!

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